Warum ist LUBA weiß? Das haben wir uns auch gefragt.

mammotion bianco perche

Die erste Antwort ist einfach:

weil es gut aussieht.

Sogar sehr gut.

Bei Mährobotern waren wir jahrelang vor allem Grün, Grau, Schwarz und Orange gewohnt.

Dann kam LUBA.

Weiß.

Klar.

Anders.

Fast eher ein Designobjekt als eine Gartenmaschine.

Am Anfang haben wir ihn genau so betrachtet.

Als Designentscheidung.

Doch weil wir jeden Tag mit Robotern, Gehäusen, Materialien und Zubehör arbeiten, kam irgendwann eine ganz einfache Frage auf:

Macht dieses Weiß unter direkter Sonne tatsächlich einen Unterschied?

Also haben wir angefangen zu messen.

Etwas, das jeder kennt – aber kaum jemand misst

Lassen Sie im Sommer eine schwarze und eine weiße Oberfläche in der Sonne liegen.

Nach einiger Zeit lässt sich der Unterschied schon mit der Hand spüren.

Das Prinzip ist einfach.

Eine dunkle Oberfläche nimmt tendenziell einen größeren Teil der Sonnenenergie auf.

Eine helle Oberfläche reflektiert dagegen einen größeren Anteil.

Ohne Formeln gesagt:

Wer weniger Energie aufnimmt, erwärmt sich weniger.

Bis hierher nichts Revolutionäres.

Interessant wird es, wenn dieses Prinzip auf eine Maschine trifft, die viele Stunden im Freien arbeitet.

Ein Roboter steht nicht einfach nur in der Sonne

In einem modernen Mähroboter passiert eine Menge.

Motoren arbeiten.

Akkus arbeiten.

Elektronik arbeitet.

Sensoren arbeiten.

Navigationssysteme arbeiten.

Steuerungen arbeiten.

All diese Komponenten erzeugen oder bewältigen Wärme.

Wird zusätzlich das Gehäuse über Stunden von der Sonne aufgeheizt, muss der Roboter gleichzeitig mit interner und externer Wärme umgehen.

Genau hier wird ein scheinbar rein ästhetisches Detail technisch interessant.

Dann haben wir die Messgeräte genommen

Aus Neugier führten wir Vergleichsmessungen unter realen Bedingungen durch.

Das Ergebnis hat uns überrascht.

Unter bestimmten Bedingungen haben wir Unterschiede der Oberflächentemperatur von bis zu etwa 20 °C zwischen Oberflächen mit unterschiedlichem Verhalten unter Sonneneinstrahlung gemessen.

Zwanzig Grad.

Das ist nicht wenig.

Natürlich bedeutet das nicht, dass jede weiße Oberfläche immer 20 °C kühler ist.

Viele Faktoren verändern das Ergebnis:

  • Lufttemperatur;
  • Intensität der Sonneneinstrahlung;
  • Wind;
  • Material;
  • Oberflächenfinish;
  • Neigung;
  • Dauer der Sonneneinstrahlung.

Eines wird jedoch deutlich:

Farbe ist nicht immer nur Farbe.

Weiß kühlt den Roboter nicht

Das ist wichtig klarzustellen.

Weiß „kühlt“ den Roboter nicht.

Es erzeugt keine Kälte.

Es ist keine Magie.

Es macht etwas viel Einfacheres:

Es kann dazu beitragen, dass ein Teil der Sonnenenergie gar nicht erst von der Oberfläche aufgenommen wird.

Bei einer Maschine, die ihre eigene Betriebswärme ohnehin bewältigen muss, ist das durchaus sinnvoll.

Je weniger zusätzliche Wärme von außen kommt, desto weniger Wärme muss insgesamt beherrscht werden.

Design oder Funktion?

Genau dieser Punkt gefällt uns besonders.

Bei der Produktentwicklung entsteht eine Entscheidung manchmal zuerst, weil sie gut aussieht.

Später stellt man fest, dass sie auch technisch sinnvoll ist.

Oder sie entsteht aus einer technischen Notwendigkeit und sieht am Ende trotzdem gut aus.

Das ist eine der interessanten Seiten des Industriedesigns.

Eine Rundung kann Wasser besser ableiten.

Eine Öffnung kann die Luftzirkulation unterstützen.

Ein Material kann Wärmestrahlung besser reflektieren.

Und eine Farbe kann verändern, wie sich eine Oberfläche in der Sonne verhält.

Genau dort beginnen Gestaltung und Technik ineinanderzugreifen.

Hat Mammotion LUBA deshalb weiß gemacht?

Das wissen wir nicht.

Und wir möchten keine Antwort erfinden.

Mammotion könnte Weiß aus Gründen des Designs, der Markenidentität, der Wiedererkennbarkeit oder auch aus technischen Überlegungen gewählt haben.

Das können letztlich nur die Entwickler selbst beantworten.

Wir können nur beschreiben, was wir beobachtet haben.

Unter direkter Sonne verhält sich die weiße Oberfläche interessant.

Seit wir es gemessen haben, betrachten wir dieses Gehäuse mit anderen Augen.

Auch das Laden verdient Aufmerksamkeit

Ein weiterer Moment, in dem Wärme interessant wird, ist die Rückkehr zur Ladestation.

Der Mähvorgang endet, doch Akku und Ladeelektronik arbeiten weiter.

Steht der Roboter dabei weiterhin in direkter Sonne, kommen mehrere Wärmequellen zusammen.

Wenn es möglich ist, ergibt es deshalb Sinn, unnötige direkte Sonneneinstrahlung in den heißesten Stunden zu vermeiden.

Nicht weil der Roboter nicht für den Außeneinsatz konstruiert wäre.

Sondern einfach, weil gilt:

Wärme, die wir vermeiden können, müssen wir später nicht beherrschen.

Was hat uns dieses Weiß am Ende gelehrt?

Dass Neugier weiterhin wichtig ist.

Ein Produkt ansehen.

Eine Frage stellen.

Ein Messgerät nehmen.

Messen.

Und vielleicht feststellen, dass ein Detail, das zunächst rein ästhetisch wirkte, mehr zu erzählen hat.

LUBA ist weiß.

Er sieht gut aus.

Er ist unverwechselbar.

Und unter der Sonne zeigt dieses Weiß ein physikalisch sehr interessantes Verhalten.

Für uns, die täglich Produkte rund um Mähroboter entwickeln, ist das eine kleine, aber wichtige Lektion.

Manchmal versteht man gutes Design erst wirklich, nachdem man es gemessen hat.