Mähroboter und mögliche EU Zölle mit Blick auf 2027
Auf den europäischen Mährobotermarkt könnte in den kommenden Monaten eine wichtige Veränderung zukommen. Die Fachzeitschrift Motorist berichtete am 29. Oktober 2026 über neue Entwicklungen im Antidumpingverfahren zu Geräten mit Ursprung in China und über erste Reaktionen von Kress. Für die Planung der Saison 2027 lohnt sich ein genauer Blick.
Was Motorist berichtet
Unter Berufung auf ein Kommissionsdokument vom 21. Oktober nennt Motorist vorgesehene Sätze von 45,6 Prozent für Mammotion, 47 Prozent für weitere kooperierende Hersteller sowie 53,3 Prozent für Positec und weitere im Beitrag genannte Unternehmen. Die Fachzeitschrift hält endgültige Maßnahmen für sehr wahrscheinlich.
Im offiziellen Register der Europäischen Kommission wird AD745 am 30. Oktober weiterhin als laufende Untersuchung ohne angewandte Antidumpingmaßnahme geführt. Die berichteten Sätze sind daher im Zusammenhang mit einem noch nicht abgeschlossenen Verfahren zu betrachten.
Die Reaktion von Kress
Laut Motorist hat Kress die Produktion großer Teile seines Sortiments aus China verlagert und erwartet, dass viele Modelle nicht betroffen sein werden. Voyager und MasterSeries würden weiterhin in China gefertigt; für sie könnten 2027 Preisanpassungen erforderlich werden.
Das zeigt, warum neben der Marke auch der zollrechtliche Ursprung des konkreten Geräts zählt. Eine Produktionsverlagerung ist anhand der jeweils geltenden Ursprungsregeln zu beurteilen.

Was Käufer daraus ableiten können
Ein Zollsatz führt nicht automatisch zu einer prozentual gleich hohen Erhöhung des Ladenpreises. Zollwert, Lagerbestände und die Entscheidungen der Lieferkette beeinflussen das Ergebnis. Auch innerhalb einer Marke können sich Unterschiede ergeben.
Wer in Deutschland, Österreich oder einem anderen EU-Land einen Mähroboter plant, sollte aktuelle Angaben zum genauen Modell, zur Lieferbarkeit und zur Gültigkeit des Angebots einholen. Service, Ersatzteile und die Eignung für den eigenen Garten bleiben wichtige Kriterien für die kommenden Jahre.
Das Verfahren betrifft Einfuhren in die Europäische Union. Für die Schweiz und andere Nicht-EU-Märkte gelten eigenständige Zollregelungen.
Die gesamte Installation im Blick behalten
Aus unserer Sicht bleibt eine sorgfältige Planung entscheidend: ein zum Grundstück passender Roboter, eine sinnvoll platzierte Ladestation und guter Zugang für die Wartung. Die Betreuung während der Nutzung verdient ebenso Aufmerksamkeit wie der Kaufpreis.
IdeaMower trägt mit Garagen für bestimmte Mährobotermodelle zum Schutz von Gerät und Ladebereich bei. Die Auswahl richtet sich nach der Kompatibilität und den tatsächlichen Anforderungen der Installation.
Quellen und Stand. Stand 30 Oktober 2026. Motorist 29.10.2026; European Commission AD745. Sätze und Kress-Mitteilungen laut Motorist. Verfahrensstand im Kommissionsregister geprüft.